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Arschkalt, einsam, kein Sex. Doch für diesen Duisburger ist es der geilste Job

Arschkalt, einsam, kein Sex. Doch für diesen Duisburger ist es der geilste Job

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Duisburg/Antarktis. 

Der Wind peitscht durch die Dunkelheit. Die Kälte schwirrt durch die Luft. Gegen den Wind fällt das laufen schwer.

Völlige Einsamkeit im ewigen Eis. Marcus Heger aus Duisburg hat den kältesten Job der Welt. Der Ingenieur lebt in der Antarktis und hat die Sonne das letzte Mal am 20. Mai gesehen. In der Antarktis herrscht tiefster Winter, permanente Dunkelheit mit nur ein paar Stunden Dämmerung am Tag.

Der 39-Jährige ist mit acht Mitstreitern in der Polarforschungsstation Neumayer III seit Ende Februar von der Außenwelt abgeschnitten. Weder Eisbrecher noch Versorgungsflugzeuge sind im tiefsten Süden unseres Erdballs unterwegs. Einzige Ausnahme: medizinische Notfälle. 2000 Kilometer entfernt vom Südpol, da wird klar, warum das Eis dort „ewig“ heißt.

Heger zählt zur 36. Überwinterungsmannschaft, die das in Bremerhaven angesiedelte Alfred-Wegener-Institut in die Antarktis geschickt hat. Der IT-Fachinformatiker und Elektrotechniker sorgt dafür, dass alle Computer und Server laufen.

Die Neumayer-Station III hat fünf Etagen mit 5000 Quadratmetern.14 Monate bleibt Marcus Heger hier, sein Reich sind 20 Quadratmeter. Platz für persönliche Dinge bleibt da nicht. Heger hat aber ein sehr gute Kamera mitgenommen. Er liefert uns spektakuläre Bilder.

Als leidenschaftlicher Amateurfunker hat Marcus Heger auch sein privates Funkgerät mitgebracht. Mit der Jugendgruppe unseres Vereins haben wir einst von einer Halde in Moers mal Kontakt zu dieser Station aufgenommen. Nun sitze er selbst hier auf der anderen Seite und spricht über Funk mit den Jungs daheim.

Ein Highlight erwartet ihn am 22. Juli: Dann taucht am Horizont erstmals wieder die Sonne auf. Für 26 Minuten.

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